Der Ural 4320

  • Ural 4320 Diesel
Der URAL ist ein hochgeländegängiger
3-achs.- LKW aus dem russischen Miass, welcher auch heute noch Konstrukteuren von Nutzfahrzeugen als Vorbild gilt. Die Serienfertigung des URAL 375 ( V8 Benzinmotor ) begann 1960. Die Fertigung des diesel-getriebenen URAL 4320 begann 1977 unter Einbeziehung des V8 Diesels aus der Kamaz-Baureihe mit 11 Liter Hubraum.
Bekannt sind sicher jedem die Geschichten über den unendlichen Benzindurst des URAL 375, der sich unter Umständen schon mal 100 l Benzin / 100 km genehmigte. Der Kamaz V8 ist da wesentlich freundlicher, er bewegt den 10,5 t schweren Ural mit etwa 35l Diesel / 100km ( Straße ) und damit im Bereich moderner Nutzfahrzeuge.

Im Pflichtenheft der URAL Baureihen steht die Forderung nach einem zuverlässigen Betriebsverhalten von -50°C bis +50°C. Dadurch enthält das Fahrzeug einige Besonderheiten, wie eine zusätzliche Vorwärmanlage für das Kühlerwasser, eine Vorwärmanlage für die Ölwanne des Motors und die Vorwärmanlage für die Ansaugluft im Ansaugtrakt des Motors. Zusätzlich natürlich die übliche Vorglüh-einrichtung.

Der URAL wurde mit zahlreichen Auf-bauten versehen: von Schneefräse mit 400 PS Zusatzmotor bis Geschoßwerfer und Radarstation. Eine Vielzahl der an die NVA gelieferten Fahrgestelle wurde mit einem LAK II ( Leicht- Absetzbarer- Koffer ) aus Aschersleben versehen. Diese Koffer aus GFK wurden z.B. als mobile Werkstatt, für den chemischen Dienst und viele weiteren Verwendungen genutzt. Im Unter-schied zu den russischen Kofferauf-bauten, ist der LAK nicht auf Querträgern

fest mit dem Rahmen verbunden sondern ruht auf einem 3-Punkt Auflager, welches sich unabhängig vom Rahmen verwinden kann. Die Aufnahme ist eine genormte Halterung wie sie für Container verwendet wird.

Weiterhin verfügt der URAL 4320 über eine Reifendruckregelanlage, die während der Fahrt bedient werden kann und die Radauflage bei weichem Untergrund vergrößern kann, um ein Einsinken zu verhindern. Ebenso gehört eine Seilwinde mit 8 t Zugkraft zur Selbstbergung zum Fahrzeug und eine Tiefwatanlage, die Wasserdurchfahrten bis 1,5m Tiefe ermöglicht.
Bildergalerie vom Ural 4320

Nachdem der Ural nicht mehr als Panzerwerkstatt dienen muß, wurde der Ausbau des Koffers in Angriff genommen. Er wurde innen isoliert und feste Schlaf-plätze eingebaut. Ebenso eine gas- betriebene Truma-Heizung, die außer einer Warmluftheizung auch warmes Wasser produziert. Eine Duschzelle zum warm und kalt Duschen, eine zwei-flammige Kochstelle und ein trans-portables WC. An der Stirnwand des Koffers fand ein 150l Frischwassertank seinen Platz, unter dem Fahrzeugboden ein 40l Abwassertank. Zur externen Stromversorgung wurden 2x 150Ah Batterien 12 V im ehemaligen Werkzeug- kasten eingebaut. Zur Versorgung mit ( zeitweise ) 230V wird ein transportabler Notstromerzeuger 1kW mitgenommen und auch die Möglichkeit zur Fremd- einspeisung über Kupplungen nach NVA, bzw. Nato- Norm geschaffen. Damit ist man für eine ganze Weile unabhängig. Im Bau sind noch diverse Einbaumöbel und Sitzgelegenheiten.


Viele weitergehende Informationen zum URAL sind zu finden auf:
www.ural4320.de

Technische Daten

Leergewicht mit LAKII:10.500 kg
Gesamtgewicht: 13.800 kg
Breite: 2500 mm
Länge: 9866 mm
Höhe: 3465 mm
Radstand: 3525 mm + 1400 mm
Rahmen: genietete Längs- und Querträger
Sitzplätze:3 + 1
Motor: V 8, 4 Takt Diesel, 10.850 cm³ KamAZ- 740
Leistung: 154,5 kW bei 650 Nm
Kraftübertragung: Zweischeiben- Trockenkupplung
Wattiefe:1500 mm
Elektrische Anlage: 24 V
Bremsen: hydraulisch, druckluftunterstützt Zweikreis
Tankinhalt: 210/ 360 ( Ausstattung )
Verbrauch: 33 Liter Diesel/100km (Straße)
Max. Steigfähigkeit: 30°
Baujahr:1980
Bereifung:Reifen mit einstellbaren Reifendruck 14.00 – 20, 0,5… 3,2 bar
Elektrische Anlage:24 V
Antrieb:permanent Allrad 6x6
Motorvorwärmanlage:30kW Heizleistung, Diesel



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Bildergalerie vom Ural 4320 mit LAK II